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Mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche

Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) und der Deutsche Evangelische Frauenbund e.V. (DEF) veranstalteten am im September in Augsburg zum dritten Mal einen Ökumenischen Frauenkongress. Er stand unter dem Thema "Nach oben hin offen - auf dem Weg zu einer geschlechtergerechten Gestalt der Kirche".

"Wenn Frauen sich für eine geschlechtergerechte Kirche stark machen, dann gehört dazu auch ein Eintreten für eine Erhöhung des Frauenanteils in kirchlichen Führungspositionen", erklärte KDFB-Vizepräsidentin Birgit Mock zu Beginn des Ökumenischen Frauenkongresses, an dem über 60 Frauen teilnahmen. Das bedeutet laut Mock auch eine Erweiterung von Rollenbildern, eine größere Sichtbarkeit dessen, was Frauen in Gestaltungsaufgaben in die Kirche einbringen und eine lebensdienliche Arbeitskultur. Außerdem geht es um bessere Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege beim Dienstgeber Kirche, dem zweitgrößten Arbeitgeber Deutschlands.

Führungsfrauen der katholischen und evangelischen Kirche berichteten von ihrem Weg zu der heutigen Leitungsstelle und den Gestaltungsmöglichkeiten, die diese verantwortungsvolle Aufgabe mit sich bringt. Sie sprachen über den beruflichen Alltag, Arbeitsbelastungen und Herausforderungen, aber auch von ihren Grundsätzen und Haltungen als gläubige Katholikinnen und Protestantinnen.

Nach Meinung der Kongress-Teilnehmerinnen gehört Geschlechtergerechtigkeit sowohl zu den Kernaufgaben der Gesellschaft als auch zu einer zukunftsfähigen Kirche. Diese könne nur erreicht werden, wenn Frauen und Männer in gleicher Weise an diesem Gestaltungsprozess beteiligt sind. Daher werden sich beide Frauenverbände weiterhin konsequent für eine paritätische Beteiligung von Frauen in der Kirche einsetzen.

 


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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 9. April 2019 14:28